Passt ein Schwimmteich in unsere Gemeinde?

Um eine Entscheidung pro biologischem Freibad fällen zu können, ist es für viele Gemeinden notwendig eine sogenannte Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Eine Machbarkeitsstudie (heute auch Projektstudie genannt), ist eine Bezeichnung aus dem Management und dient zur Überprüfung bei der Umsetzung von Projekten, besonders wenn die Risiken nicht sicher einzuschätzen sind oder das Projekt durch mögliche Alternativen gänzlich in Frage gestellt wird. Eine Machbarkeitsstudie ist immer auch eine Art Risikoanalyse, denn in der Regel sind es finanzielle Aspekte, die für eine Durchführbarkeit in Frage stellen können.

In der Machbarkeitsstudie werden die Kriterien und die Prioritäten einer möglichen Durchführung des Schwimmteichprojektes am besten gleich zu Beginn der Untersuchung definiert, damit sich eine Gewichtung von Vor- und Nachteilen so schnell wie möglich klären lässt. Ein versierter Schwimmteichplaner, der meist nach einer Ausschreibung mit dieser Arbeit betreut wird, beginnt dann das Für und Wider eines Schwimmteiches abzuwägen und macht Vorschläge für eine mögliche Ausführung. Er ermittelt, in welchem Umfang, mit welchen technischen und finanziellen Mittel und in welcher Zeit das Naturschwimmbad möglicherweise umgesetzt werden kann. Stehen keine Erkenntnisse gegen den Bau eines solchen Bades, fällt das Ergebnis der Machbarkeitsstudie positiv aus, kann das Projekt in Angriff genommen werden. Fällt die Studie negativ aus, wird das Projekt Naturschwimmbad dann aus Gründen der Unwirtschaftlichkeit abgelehnt bzw. eine Alternative gewählt.

Im Wesentlichen werden in der Machbarkeitsstudie die wirtschaftliche Machbarkeit (z. B. Sanierungs- und Umbaukosten, Betriebskosten), die technische Machbarkeit (z. B. Gefahren durch Grundwasser, Umbau von Sanitäranlagen, Infrastruktur), die möglichen Ressourcen (bei Betreibervereinen z. B. die Arbeitskräfte, technisches Gerät) und die Organisation (Betrieb, Badeaufsicht etc.).