Schwimmteich und Naturpools - Stabiler Trend mit Perspektiven

Kein Trend aus den Bereichen Wasser-Wellness war in den letzten Jahren stabiler als der hin zu biologisch aufbereiteten Badegewässern.

Erst einmal bekannt, war die Idee der Schwimm- und Badeteiche nicht mehr aufzuhalten. Schnell fanden auch Gemeinden Gefallen an der Alternative zu konventionellen Schwimmbädern. Hauptgrund hier war sicherlich weniger die Faszination am Wasser als die Sanierungskosten der maroden, alten Beckenanlagen. Sie sind in der Regel deutlich höher als die Umbaukosten in ein Freibad mit biologischer Wasseraufbereitung. Anlass genug für viele Gemeinden, die ja zur Bereitstellung von Freizeitanlagen für die Gemeindemitglieder zumindest moralisch verpflichtet sind, sich um Alternativen zu kümmern. Beispiele aus Österreich zeigten, dass es mit Schwimmteichen durchaus möglich war, kostengünstig ein Freibad zu betreiben. Bis heute machen geringe Unterhaltungskosten Schwimm- und Badeteiche attraktiv. Grund ist neben den geringeren Energiekosten auch ein Wechsel im Betreibermodell. Heute sind es häufig Vereine, die das in eine Freibad mit biologischer Wasseraufbereitung umgebaute Freibad von der Gemeinde pachten und in Eigenregie betreiben. Mit einem bewundernswerten, häufig ehrenamtlichen Engagement für die Gemeinde.

Das ganze Jahr Spaß

Allein schon durch die Gestaltung mit natürlichen Materialen sind biologisch gereinigte Freibäder ja schon ein Erlebnis. In welchem Freibad sonst, kann man das Wirken und die Funktion von Wasserpflanzen, Mikroorganismen  und Filtern so deutlich sehen und spüren? Doch der Trend geht zu Ganzjahresbädern bzw. zu einer möglichst langen Nutzungsdauer. Denn auch ehrenamtlich betriebene Bäder benötigen ausreichend finanzielle Mittel um Überleben zu können. Deshalb gehören Beachvolleyball, Kleinfeldfußball und Bocciabahnen heute ebenso dazu wie Wasserrutschen, Erlebnisspielplätze, Raftingbahnen, Wasserspielplätze, künstliche Grotten mit Wasservorhang und Sprunganlagen. Im Winter locken viele Bäder mit Eisstockschießen und Schlittschuhfahren auf gefrorenen Wasserflächen. Das ist zwar nicht unproblematisch, denn die technischen Einrichtungen wie Stege, Skimmer (Oberflächenabsaugung) und die Dichtungsbahnen sind die Knackpunkte beim Winterbetrieb. Stege und Plattformen aus Holz leiden unter der Benutzung mit Schlittschuhen, Skimmer und Rinnen ebenfalls. Bei letzteren handelt es sich hauptsächlich um Produkte aus Edelstahl oder Kunststoff, die nicht begehbar sind. Um diese Einrichtungen zu schützen und zur Wahrung der Aufsichtspflicht darf auch im Winterbetrieb eine Aufsichtskraft nicht fehlen. Ein ungewohntes Aufgabenfeld für die DLRG, aber in vielen Fällen denkbar.